Weltärztepräsident fordert Schichtdienst in den Schulen, Lehrerpräsident ein freiwilliges Zusatzjahr für Schüler

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Vertreter von Lehrer- und Ärzteschaft haben die Corona-Vereinbarungen von Bund und Ländern als unzureichend kritisiert. «Was wir dort erleben als Showdown von Eitelkeiten hilft niemandem», beklagte der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, im SWR. Für das Gesundheitswesen sei es fünf vor zwölf. Montgomery wie auch Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, forderten mehr Flexibilität im Schulsystem, um den Herausforderungen der Krise begegnen zu können.

Montgomery forderte mehr Engagement von den Kultusministern ein. «Wo ist die Digitalisierung der Schulen, wo ist aber auch der gesplittete Unterricht und wo sind auch die Lehrer, die dann Schichtdienst machen?», sagte Montgomery am Dienstagabend im «heute journal» des ZDF. «Wir sind es im Krankenhaus zum Beispiel gewohnt, bei einem höheren Arbeitsanfall von Patienten, dass wir dann auch mal zwei Schichten machen, dass wir zusätzliche Arbeit leisten.» Seiner Ansicht nach sei es geboten, in den Schulen hinsichtlich der Arbeitsformen und der Digitalisierung innovativer zu werden. «Damit wir den Kindern nicht ihre Zukunft rauben. Denn momentan betrügen wir Generationen um ihre Zukunft, weil sie keine ausreichende Schulbildung bekommen.»

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