Welche Auswirkungen haben geschlossene Kitas in der Corona-Zeit?

Bamberger Pädagoginnen befragen Familien mit kleinen Kindern und Kita-Fachkräfte. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Seit Kitas wegen des Coronavirus geschlossen sind, hat sich das Leben von Familien mit kleinen Kindern in Deutschland stark verändert. Wie wirkt sich die Schließzeit auf den Familienalltag und die Arbeitssituation der Kita-Fachkräfte aus? Das untersucht der Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der Universität Bamberg. Zwischenergebnisse der Studie liegen jetzt vor. Die Wissenschaftlerinnen haben unter anderem herausgefunden: Von den Familien, die ihre Kinder bisher in Kitas untergebracht haben, nimmt etwa jede zehnte die Notbetreuung in Anspruch. Positiv finden viele Befragte, dass sie mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Für die meisten ist es aber besonders herausfordernd, Beruf und Familie zu vereinen.

„Es ist gut, dass viele Kitas Kontakt zu den Familien halten, da die frühpädagogischen Fachkräfte wichtige Ansprechpartner und Vertrauenspersonen für die Familien und Kinder sind, und sie in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Viele Familien wünschen sich Tipps und Anregungen für Aktivitäten zu Hause“, bemerkt Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Yvonne Anders, die das Forschungsprojekt mit Dr. Franziska Cohen und Dr. Elisa Oppermann durchführt. Es besteht aus zwei Teilstudien: Familien-Studie und Kita-Studie. Bis zum 24. Mai können interessierte Eltern und Fachkräfte weiterhin an den Befragungen teilnehmen. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf erste Zwischenergebnisse.

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