Viele Emotionen in der Grundschule

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Grundschullehrkräfte erleben häufig Unterrichtssituationen, in denen die Schülerinnen und Schüler emotional reagieren. Das anschließende Wechselspiel zwischen der Reaktion der Lehrkraft und dem Verhalten des Kindes läuft meist nach einem festen Schema ab, so das Ergebnis einer Studie der Bildungswissenschaftlerin Dr. Juliane Schlesier von der Universität Oldenburg. Anhand von Interviews mit Grundschullehrkräften entwickelte die Forscherin ein Modell, um die Interaktion von Lehrkräften und Schulkindern zu beschreiben. Die Ergebnisse liefern Schlesier zufolge Ansatzpunkte dafür, wie Lehrerinnen und Lehrer besser mit schwierigen Situationen umgehen können.

Jede Grundschullehrkraft kann Geschichten über Schülerinnen und Schüler erzählen, die ihre Gefühle nur schlecht kontrollieren können: Mal ärgert sich ein Kind, weil es eine Aufgabe nicht versteht, und beginnt aus lauter Frust, seinen Nachbarn mit dem Stift zu pieken. Ein anderes Kind hat Angst vor Mathe und fängt an zu weinen, weil es an der Tafel etwas vorrechnen soll. Emotionen und ihre Regulation seien ein Klassiker der pädagogischen Forschung, berichtet Schlesier, Nachwuchswissenschaftlerin im Arbeitsbereich Empirische Lehr- und Lernforschung von Prof. Dr. Barbara Moschner. „Die Interaktion zwischen Lehrkraft und Schulkind hat in Studien dabei bislang jedoch keine Rolle gespielt“, sagt sie.

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