#StoptheSteal-Kampagne im US-Wahlkampf offenbart gefährlichen Einfluss von Desinformation

© Pixabay

Künstliche Intelligenz und journalistische Expertise sind die Basis einer Desinformationserkennung, die in Kooperation von pressrelations, NewsGuard und dem Fraunhofer FKIE entwickelt und umgesetzt wurde. Erster Use Case: die qualitative Analyse der Medienberichterstattung zum US-Wahlkampf 2020. Sie zeigt, dass Donald Trump die mediale Dominanz gegenüber seinem Herausforderer Joe Biden vorrangig der Verbreitung von Fake News und Desinformation vor allem mit Unterstützung nicht vertrauenswürdiger Medien zu verdanken hat. Ein Thema sticht darunter besonders heraus: der Vorwurf des Wahlbetrugs, der unter anderem maßgeblich den Weg für die Stürmung des Kapitols am 6. Januar bereitet hat.

»Fake News und Desinformation sind heute allgegenwärtig, ihre ungefilterte Verbreitung über Online-Medien ist einfacher denn je. Wesentliches Ziel des Kooperationsprojekts ist es daher, die Resilienz der Gesellschaft gegenüber Falschmeldungen und Beeinflussungen zu steigern. Wie wichtig dies für den Erhalt und die Stärkung unserer demokratischen Grundordnung ist, macht der amerikanische Wahlkampf aktuell überaus anschaulich deutlich«, erklärt FKIE-Forschungsgruppenleiter Prof. Dr. Ulrich Schade. »Der gemeinsam entwickelte Ansatz unterstützt hierbei. Er beruht auf der Sammlung, Aufbereitung und halb automatischen Analyse von Pressetexten und von Beiträgen in den sozialen Medien durch pressrelations, der Bewertung der Glaubwürdigkeit von Quellen nach journalistischen Qualitätskriterien durch NewsGuard und einer KI-basierten Analyse durch das Fraunhofer FKIE.«

Mehr: https://idw-online.de/de/news761493