Sterblichkeit weltweit: Großzügig teilen, länger leben

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Je mehr Ressourcen innerhalb einer Gesellschaft geteilt werden, desto besser für Gesundheit und Langlebigkeit des Einzelnen. Fanny Kluge und Tobias Vogt analysierten Daten für 34 Länder auf allen Kontinenten und fanden einen starken Zusammenhang zwischen der Menge geteilter Ressourcen und der durchschnittlichen Länge des Lebens.

Geben und Nehmen steigert das Wohlbefinden: Der Empfänger profitiert direkt vom Geschenk, der Geber indirekt durch emotionale Befriedigung. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht wurde, legt nun nahe, dass auch länger lebt, wer mehr teilt.

Fanny Kluge und Tobias Vogt fanden in ihrer Analyse eine starke lineare Beziehung zwischen der Großzügigkeit in einer Gesellschaft und der durchschnittlichen Lebenserwartung ihrer Mitglieder. Die Forschenden am Max-Planck-Institut für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock gehen deshalb davon aus, dass Menschen in Gesellschaften älter werden, in denen sie sich gegenseitig mit Ressourcen unterstützen.

„Neu an unserer Studie ist, dass wir zum ersten Mal Transferleistungen von Staat und Familie zusammengefasst und ihren Effekt ausgewertet haben“, sagt Fanny Kluge. Die Forschenden verwendeten Daten aus 34 Ländern auf allen Kontinenten, die vom Projekt „National Transfer Accounts“ zusammengestellt wurden. Für alle Länder werden staatliche und private Transferleistungen, die jeder Einzelne über seine Lebenszeit erhält und gibt, aufsummiert und ins Verhältnis zum Lebenseinkommen gesetzt.

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