Soziale Isolation erhöht späteres Demenzrisiko

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Auch ohne gefühlte Einsamkeit begünstigt Kontaktarmut den Schwund grauer Hirnsubstanz

Auswirkungen auch ohne Einsamkeits-Gefühl: Wer sozial isoliert lebt, hat im Alter ein deutlich höheres Demenzrisiko, wie eine große Langzeitstudie enthüllt. Demnach führt Kontaktmangel mit der Zeit zu einem Schwund grauer Hirnsubstanz und erhöht das Demenzrisiko um rund 26 Prozent. Diese Folgen sozialer Isolation sind jedoch unabhängig davon, ob sich Betroffenen subjektiv einsam fühlen oder nicht, wie die Forschenden im Fachmagazin „Neurology“ berichten.

Der Mensch ist ein soziales Wesen – unsere Biologie und Psyche sind auf soziale Anregungen und Kontakte ausgelegt. Doch gerade in der heutigen Zeit leben immer mehr Menschen sozial isoliert. Das hat Folgen auch für die Gesundheit: Einsamkeit und soziale Isolation führen zu Schlafstörungen, Stress, schwächen das Immunsystem und können Entzündungen fördern, wie Studien belegen. Auch die Hirnaktivität ist bei sozial isolierten Menschen verändert.

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