Senioren ziehen mehr aus einer Psychotherapie

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Ältere Erwachsene profitieren stärker von einer Psychotherapie als Menschen im Erwerbsalter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus Großbritannien. Rob Saunders vom University College London analysierte zusammen mit Kollegen Daten des Nationalen Gesundheitsdienstes von insgesamt rund 100 000 Patienten, die zwischen 2008 und 2019 eine Psychotherapie wegen Depression oder Angststörungen erhalten hatten.

Menschen, die zum Zeitpunkt der Behandlung 65 Jahre oder älter waren, hatten demnach größere Er­folgs­aussichten darauf, durch die Therapie eine Besserung ihrer Symptome zu erreichen oder ganz zu genesen. Zudem brachen sie die Behandlung seltener vorzeitig ab. Dies widerspreche gängigen Vorurteilen, wonach Senioren schlechter auf eine Psychotherapie ansprechen, weil sie kognitiv weniger flexibel seien, so Saunders.

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