Schule motiviert nicht ausreichend zum Lernen

Die Schulen schaffen es nicht ausreichend, Kinder und Jugendliche zum Lernen zu motivieren – und das, obwohl sie von ihnen als zentraler Ort für das Lernen wahrgenommen werden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutsche Telekom Stiftung hervor.

In der Befragung, die vor den virusbedingten Schulschließungen stattfand, verbindet die weit überwiegende Mehrheit der 10- bis 16-Jährigen Lernen vor allem mit Schule. Dass sie auch in der Freizeit, z. B. im Sportverein oder in Makerspaces lernen, sehen viel weniger der Befragten. Nur ein Drittel lernt allerdings gern für die Schule. Deutlich mehr Freude am Unterricht haben vor allem diejenigen, die über Lerninhalte mitentscheiden dürfen. Als wichtigste Lernunterstützer werden die Eltern genannt, nicht die Lehrkräfte. Die Eltern selbst schreiben der Schule vor allem die Vermittlung von Fachwissen zu. Fertigkeiten wie Urteilskraft oder Kreativität beizubringen, sehen sie kaum als Aufgabe der Schulen, sondern eher als die eigene oder die von außerschulischen Lernorten. Für die Erhebung befragten die Meinungsforscher Anfang 2020 gut 1.000 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn und rund 500 Eltern dieser Altersgruppe.

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