Personalsituation in Kitas belastet pädagogisch Tätige und Kinder

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Die Personalsituation in deutschen Kindertageseinrichtungen (Kitas) belastet das Kita-Personal und die betreuten Kinder. Das zeigen die Ergebnisse des „Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme“ 2020, das in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung realisiert wird. Die Ergebnisse der Studie „Professionelles Handeln im System“, die am Zentrum für pädagogische Berufsgruppen- und Organisationsforschung (ZeBO Hagen) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung umgesetzt wurde, bestätigen diese Befunde.

„Um eine kindgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung leisten zu können, benötigen Kitas dringend mehr pädagogisches Personal“, sagt Prof. Dr. Julia Schütz, Leiterin des Lehrgebiets Empirische Bildungsforschung an der FernUniversität in Hagen. „Der aktuelle Bedarf zeigt sich in den Belastungen der Erziehenden und der Kinder. Dies gilt insbesondere für stark belastete Kitas.“ Das Berufsfeld verliert weiter an Attraktivität. Somit droht eine Verschärfung des Personalmangels.

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung wurden im Rahmen des „Ländermonitorings Frühkindliche Bildungssysteme 2020“ sowie der Studie „Professionelles Handeln im System. Perspektiven pädagogischer Akteurinnen und Akteure auf die Personalsituation in Kindertageseinrichtungen (HiSKiTa)“ die Personalsituation mittels quantitativer und qualitativer Verfahren untersucht. Die aktuellen Zahlen des Ländermonitorings beschreiben die weiterhin unzureichende Personaldecke in Kitas. Durch die HiSKiTA-Studie wurden die resultierenden Auswirkungen mit Blick auf die Kinder, die pädagogisch Tätigen und das pädagogische Handeln untersucht.

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