Menschenwürde schlägt Heimatliebe

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Eine Umfrage unter Augsburger Lehramtsstudierenden zeigt: Die Bildungsziele und die Beziehung zur Werteentwicklung künftiger Lehrpersonen haben sich geändert. Der Lehrstuhl für Schulpädagogik bietet hier anknüpfend seit diesem Wintersemester das neue Zertifikat „Wertebildung“ an.

„Liebe zur Heimat“, „Ehrfurcht vor Gott“ und „Selbstbeherrschung“: Sind das aus heutiger Sicht noch zentrale Werte, die Lehrpersonen ihren Schülern vermitteln sollten? Oder sind „Achtung vor der Würde des Menschen“, „Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt“ und Erziehung im „Geiste der Demokratie“ inzwischen nicht dringendere und zeitgemäßere Bildungs- und Erziehungsziele? Um herauszufinden, wie angehende Lehrpersonen zu diesen Fragen stehen, führte der Lehrstuhl für Schulpädagogik im letzten Sommersemester eine Umfrage unter Augsburger Lehramtsstudierenden durch. Das Ergebnis der Umfrage zeigt deutlich, dass sich die Bildungsziele künftiger Lehrpersonen verändert haben und heute andere Werte bedeutsam sind als früher. Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass die Augsburger Lehramtsstudierenden ein hohes Bewusstsein für die globalen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen unserer Zeit haben. Wertebildung als Teil des Lehramtsstudiums sollte dementsprechend einen höheren Stellenwert einnehmen. Daher hat der Lehrstuhl für Schulpädagogik unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Zierer das Zertifikat „Wertebildung“ entwickelt. Interessierte Studierende können dieses freiwillig innerhalb von zwei Semestern durch die Absolvierung dreier Module erwerben.

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