Integration: Geflüchtete Kinder aus Vorbereitungsklassen schneiden schlechter ab

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Wenn geflüchtete Kinder im Grundschulalter anstelle einer Regelklasse zunächst eine Vorbereitungsklasse besuchen, reduziert dies ihren Bildungserfolg deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Insbesondere in den Fächern Mathematik und Deutsch führt der Besuch einer Vorbereitungsklasse zu schlechteren Leistungen. Zudem gelingt Schülerinnen und Schülern, die zunächst in einer Vorbereitungsklasse unterrichtet wurden, seltener der Sprung auf ein Gymnasium als anderen geflüchteten Kindern.

Das Wichtigste in Kürze:

– Der Besuch einer separaten Vorbereitungsklasse, auch „Willkommensklasse“ genannt, führt bei neu zugewanderten Kindern zu deutlich schlechteren schulischen Leistungen als die unmittelbare Eingliederung in den Regelunterricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des RWI.

– Geflüchtete Kinder, die während ihrer Grundschulzeit zunächst eine Vorbereitungsklasse besucht haben, erzielen bei standardisierten Tests in der fünften Klasse deutlich schlechtere Ergebnisse als geflüchtete Kinder, die direkt in eine reguläre Grundschulklasse integriert und teilweise mit zusätzlichem Deutschunterricht versorgt wurden. Der negative Effekt ist besonders stark in den Fächern Mathematik und Deutsch.

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