Höchststand an Kindswohlgefährdungen

© Pixabay.com

Das Thüringer Landesamt für Statistik hat am Dienstag die aktuellen Zahlen zur Kindswohlgefährdungseinschätzung veröffentlicht. Landesbeauftragte für den Kinderschutz zum neuen Höchststand an Kindswohlgefährdungen: „Schulen, Kindergärten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe müssen geöffnet bleiben.“

Dazu erklärt Dr. Julia Heesen, Landesbeauftragte für Kinderschutz und die Bekämpfung sexueller Gewalt an Kindern: „Die gestern veröffentlichten Zahlen des Landesamtes für Statistik sind alarmierend. Ein Anstieg um 499 Gefährdungseinschätzungen gegenüber dem Vorjahr ist dramatisch. Ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie liegt nach Einschätzung vieler Expertinnen und Experten nahe. Wir müssen der Vernachlässigung, Gefährdung und dem Missbrauch von Kindern präventiv begegnen und außerdem eine Entlastung der Familien herbeiführen.

Für mich ist deshalb wesentlich, dass Schulen, Kindergärten und die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geöffnet bleiben. Angesichts der Impfmöglichkeiten für alle, die älter sind als zwölf Jahre, und der meistens folgenlos oder mit sehr geringen gesundheitlichen Folgen verlaufenden Infektionen bei Kindern unter zwölf Jahren rechtfertigen auch steigende Infektionszahlen die Schließungen künftig nicht mehr. Zu groß wäre der Schaden, der durch erneute Schließungen zu befürchten ist.

Mehr: https://bildungsklick.de//fruehe-bildung/detail/landesbeauftragte-fuer-den-kinderschutz-zum-neuen-hoechststand-an-kindswohlgefaehrdungen