Ethikunterricht beeinflusst Religiosität, Geschlechterrollen und Arbeitsmarkt

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Die Einführung des Ethikunterrichts als Alternative zum Religionsunterricht hat die Religiosität der Schüler*innen im Erwachsenenalter verringert. Gleichzeitig hat sie traditionelle Geschlechterrollen zurückgedrängt und die Arbeitsmarktbeteiligung und Löhne erhöht.

Das geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor. „Neben allgemeiner Religiosität nahm auch die Wahrscheinlichkeit ab, am Gottesdienst teilzunehmen, zu beten oder Mitglied einer Kirche zu sein“, sagt ifo-Forscher Ludger Wößmann. Diese Folgen entstanden vor allem in katholischen Regionen.

Der Rückgang an Religiosität ging einher mit weitreichenden Folgen für Familien und Arbeitsmarkt. „Nach der Einführung des Ethikunterrichts wurden traditionelle Einstellungen zur Aufgabenverteilung der Geschlechter und zur Notwendigkeit der Ehe zurückgedrängt“, sagt ifo-Forscher Benjamin Arold. Dies schlägt sich nieder in der Anzahl der geschlossenen Ehen (−1,5 Prozentpunkte) und der Geburten (−0,1 Kinder). Dafür stiegen die Arbeitsmarktbeteiligung (+1,5 Prozentpunkte), die Arbeitszeiten (+0,6 Wochenstunden) und das Lohnniveau (+5,3 Prozent).

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