„Die Gesellschaft kann an der Corona-Krise wachsen“

Die Gesellschaft kann an der Corona-Krise auch wachsen, wenn der moralische Kompass darauf ausgerichtet ist, Schwache sowie Helfende in besonderer Weise zu schützen. „Viele von uns werden schon jetzt positive Interaktionen im Alltag erleben. Ganz nach dem Motto ,In dieser Zeit der Krise müssen wir zusammenhalten‘“, betont die Sozialpsychologin Prof. Dr. Elisabeth Kals von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU). Es gelte, solche Beispiele stärker publik zu machen, damit sie zur Nachahmung führen und ein Klima der Solidarität stärken. Ein reflektierter Medienkonsum, bei dem auch solche positiven Beispiele wahrgenommen werden, gehöre dazu.

„Als einzige Spezies sind wir evolutionsbiologisch dazu in der Lage, uns unserer Gefühle und Gedanken bewusst zu werden, unser Handeln zu reflektieren und es an sozialer Verantwortung und Gerechtigkeit ausrichten. Wir müssen diese Fähigkeit stärker nutzen, um auch mit diffusen Ängsten umzugehen“, betont Kals. Durch Reflexion und Veränderung der Urteile und Einschätzungen würden nicht nur Ängste geringer werden und sich auf ein gut begründetes Maß einpendeln, sondern auch Vertrauen und Zuversicht wachsen.

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