Bildungsforscher: Großer Fehler, nicht auf veränderte Schülerschaft reagiert zu haben

© Pixabay.com

Der Tübinger Bildungsforscher Prof. Ulrich Trautwein hat vor einer Spaltung der Gesellschaft wegen abgehängter Schüler und Schülerinnen gewarnt. Wer in der vierten Klasse nicht richtig lesen, schreiben und rechnen könne, werde danach wohl weiter abgehängt und lande langfristig in prekären Arbeitsverhältnissen, sagte der Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des Kultusministeriums zur Neuordnung der Qualitätsentwicklung des baden-württembergischen Schulsystems der «Schwäbischen Zeitung».

«Das gefährdet wiederum unsere offene, demokratische Gesellschaft: Wer beobachten möchte, wie es zu einer gefährlichen Spaltung der Gesellschaft kommt, kann das – quasi in Zeitlupe – anhand der Schulkarrieren der Kinder in Baden-Württemberg beobachten», so erklärte der Bildungsforscher. Mit Blick auf das mäßige Abschneiden baden-württembergischer Kinder bei Bildungstests sagte Trautwein: «Der vielleicht größte Fehler der vergangenen 15 Jahre war es, nicht konsequent auf die veränderte Schülerschaft zu reagieren.»

Mehr: https://www.news4teachers.de/2022/11/bildungsforscher-grosser-fehler-nicht-auf-veraenderte-schuelerschaft-reagiert-zu-haben/