Bildung der Eltern beeinflusst langfristig die Gesundheit ihrer Kinder

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Die Bildung der Eltern hat nicht nur Einfluss auf Bildung, Beruf und Einkommen ihrer Kinder. Sie wirkt auch auf deren Gesundheit – und das bis ins hohe Alter, Jahrzehnte nachdem die Kinder das Elternhaus verlassen haben. Das zeigt eine neue Studie von zwei Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), die im renommierten Fachjournal “European Sociological Review” erschienen ist. Hierfür untersuchten sie die Angaben von mehr als 15.000 Westdeutschen im Alter von 18 bis 80 Jahren. Für die Forschenden unterstreicht dieser Befund den familiären Einfluss auf Bildungswege und die daraus resultierende gesundheitliche Ungleichheit in der Bevölkerung.

Die Gesundheit eines Menschen ist von zentraler Bedeutung für dessen Werdegang: “Sie ist nicht nur ein guter Indikator dafür, wie lange ein Mensch lebt. Gesündere Menschen haben in der Regel auch bessere Berufschancen und einen höheren sozialen Status. Der Grundstein für ein gesundes Leben wird im Kindesalter gelegt”, sagt der Soziologe Prof. Dr. Oliver Arránz Becker von der MLU. Frühere Studien hätten bereits gezeigt, dass die Gesundheit von Kindern von sozioökonomischen Faktoren im Elternhaus abhängt, etwa dem Einkommen der Eltern und deren Bildung. Das könnte daran liegen, dass mit einer höheren Bildung ein größeres Wissen über eine gesunde Lebensweise und Krankheiten einhergeht, so der Forscher.

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