Bericht über Bildung in Schleswig-Holstein veröffentlicht

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In den vergangenen zehn Jahren hat das Land Schleswig-Holstein die Grundlagen für ein zukunftsfähiges Schulsystem aufgebaut. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Demnach haben durch die Umstellung auf ein zweigliedriges Schulsystem mehr Schüler*innen als je zuvor die Möglichkeit, an ihrem Schulstandort jeden Schulabschluss zu erreichen. Nachholbedarf sieht der Bericht insbesondere bei den Schulleistungen in der Sekundarstufe.

Der im Auftrag des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur erstellte Bericht beleuchtet die Situation in dem Bundesland vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen auf Bundesebene und im Ländervergleich. Er geht von den Auswertungen von amtlichen Statistiken und sozialwissenschaftlichen Studien aus dem aktuellen nationalen Bildungsbericht aus und wurde um umfassende zusätzliche Recherchen und Analysen ergänzt. „Im gesamtdeutschen Vergleich ist in Schleswig-Holstein die Situation im Grundschulbereich ausgesprochen gut“, unterstreicht Dr. Stefan Kühne, der Leiter des verantwortlichen wissenschaftlichen Teams. „Dazu noch sind die Leistungen der Kinder nur in geringem Maße an ihre soziale Herkunft gekoppelt. Auffällig ist jedoch, dass diese gute Ausgangslage in den älteren Jahrgängen insbesondere an den Gemeinschaftsschulen nicht gefestigt wird. Im Gegenteil, hier beobachten wir im Vergleich mit früheren Erhebungen eine negative Entwicklung der Schulleistungen.“

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