100 Tage neues Jugendschutzgesetz – Auswirkung auf die Medienerziehung?

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Digitale Schutzrechte von Kindern seit Mai 2021 erstmals im Jugendschutzgesetz verankert / Pädagogischen Fachkräften und Eltern fehlt vielfach Wissen, wie sie Kinder an das digitale Umfeld heranführen und dort begleiten können./ Erste Ergebnisse aus Forschungs- und Praxisprojekt

Starke Kinder, die bewusst und kreativ mit digitalen Medien umgehen: Artikel 10a des Jugendschutzgesetzes setzt hierfür entscheidende Leitplanken. Die Gesetzesnovelle vom Mai dieses Jahres nennt erstmals die Begleitung und Heranführung an die sichere Nutzung von digitalen Medien als Schutzziel – und nicht mehr nur den Schutz vor entwicklungsbeeinträchtigenden und jugendgefährdenden Inhalten. Das Potenzial von Tablet und Co. für das Aufwachsen in einer Informationsgesellschaft nutzen und die Risiken minimieren: Soll dieser Anspruch umgesetzt werden, braucht es besser ausgebildete Fachkräfte in der Früherziehung und den Dialog zwischen Kita und Eltern. Darauf weisen Berliner Forscherinnen hin. Sie untersuchen derzeit, wie Mütter, Väter und Fachkräfte gemeinsam einen sicheren Rahmen für die ersten medialen Erfahrungen von Kindern gestalten können. Die Publikation dieses 4-jährigen Forschungsprojekts von Stiftung Digitale Chancen und Stiftung Ravensburger Verlag erscheint Mitte 2022.

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