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Zu wenige Azubis, viele Studierende – Zeit für ein Umdenken

Das Gleichgewicht von Ausbildung und Studium hat sich in den vergangenen 15 Jahren verschoben: Während die Zahl der Anfänger einer dualen Berufsausbildung seit Jahren stagniert – 2016 waren es rund 520 000, fünf Jahre zuvor über 600 000 – sind die Studierendenzahlen deutlich gestiegen: von 314 000 auf 508 000 im selben Zeitraum.

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Beurteilt wird diese Entwicklung unterschiedlich: Die OECD lobt diese Entwicklung, zuletzt 2016 nach Veröffentlichung des Ländervergleiches „Bildung auf einen Blick“. Es gebe auch keine Anzeichen, dass der Arbeitsmarkt für Menschen mit höheren Abschlüssen gesättigt sei, sagte Andreas Schleicher, Direktor für Bildung bei der OECD. Gleichzeitig sehen Kritiker wie Philosoph Julian Nida-Rümelin in dieser Entwicklung eine „Aushöhlung“ des dualen Systems, die zu höherer Jugendarbeitslosigkeit und zu einer Schwemme für den Arbeitsmarkt wenig brauchbarer Akademiker führe: „Die drei Länder mit der niedrigsten Akademikerquote in den westlichen Ländern, nämlich Deutschland, Österreich und die Schweiz, haben zugleich die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit.“

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