Produkte für Bildung und Wissen
Menü

Produkte für Bildung und Wissen

„Wirtschaft gut, Politik mangelhaft“

Schülerinnen und Schüler haben in den Klassen 5 bis 10 an nordrhein-westfälischen Schulen viel Zeit für die Beschäftigung mit ökonomischen Themen. Im Vergleich zu politischen oder gesellschaftlichen Themen nimmt der Bereich Wirtschaft gar eine dominierende Position in ihrer Gesamtlernzeit ein. Zu diesem Ergebnis kommen Professor Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak von der Universität Bielefeld in ihrer neuen Studie zum Vergleich von ökonomischer und politischer Bildung in der Sekundarstufe I in NRW.

© Pixabay


Für die verbreitete Vorstellung, dass ökonomische Bildung an Schulen zu kurz komme, finden die Bielefelder Sozialwissenschaftler keinen Beleg. Sie sprechen vielmehr von „wirtschaftsfreundlichen Schulen“.

Das Bielefelder Forscherteam nahm Stundentafeln und Lehrpläne zu den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in den Blick – ähnlich wie in einer Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017. Erstmals untersuchten sie zusätzlich ministerielle Erlasse zu Formen und Zeiten der Berufsorientierung, zum Beispiel Betriebspraktika. „So konnten wir den prozentualen Stellenwert von ökonomischer Bildung an der gesamten Lernzeit in der Sekundarstufe I ermitteln“, sagt Reinhold Hedtke. Zunächst verglichen die Wissenschaftler die Anteile für ökonomische, politische und soziale Themen einzeln für die drei Schulformen Realschule, Gesamtschule und Gymnasium. Dann berechneten sie den Durchschnitt für die gesamte Sekundarstufe I.

Mehr: idw-online.de/de/news708018