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Wie Kinder die Kita sehen und erleben

In der Studie „Kita-Qualität aus Kindersicht“ ist es gelungen, die Kinder durchgehend in den Forschungsprozess einzubeziehen.

© Pixabay


Studienleiterin Iris Nentwig-Gesemann im Interview über Anlage und Ergebnisse der Studie.

Frau Prof. Dr. Nentwig-Gesemann, inwieweit unterscheidet sich die Studie „Kita-Qualität aus Kindersicht“ von anderen Studien, in denen über Kinder geforscht wurde?

Es ist zwar viel von Forschung aus der Perspektive der Kinder die Rede, aber zumeist wird tatsächlich über Kinder geforscht – die Erwachsenen beanspruchen dann ganz unhinterfragt, dass sie bereits wissen, was genau man Kinder fragen muss und welche Antworten man ihnen vorgeben muss, um etwas über ihre Perspektive zu erfahren. Wir sind bewusst einen anderen Weg gegangen: Kinder haben ganz grundsätzlich ein Recht darauf, in allen sie betreffenden Angelegenheiten „Gehör zu finden“ – das ist Bestandteil der UN-Kinderrechtskonvention. Wenn sie gehört werden sollen, dann muss man sie aber erst einmal (be-)fragen und dafür die jeweils passende und für sie verständliche Form finden. Es gibt keinen überzeugenden Grund dafür, dass die Perspektive der Kinder darauf, was sie in ihrer Kita gut finden und sich wünschen, um sich wohlzufühlen, weniger wichtig sein sollte als zum Beispiel die Kriterien einer standardisierten Kindergarten-Einschätzskala. Kita-Qualität kann man natürlich nicht nur aus der Perspektive von Kindern definieren, aber auch nicht ohne ihre Perspektive. Kinder müssen zukünftig als Akteure von Qualitätsentwicklungsprozessen einbezogen werden – hierzu wollten wir mit unserer Studie einen Beitrag leisten.

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