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Wenn Eltern zu lange am Handy sind

Studie zeigt: Dauer der Smartphone-Nutzung beeinträchtigt Feinfühligkeit

© Pixabay


Tobende Kinder auf der einen Seite, Erwachsene im Bann ihres Smartphones auf der anderen: ein mittlerweile alltägliches Bild auf deutschen Spielplätzen. Der Griff zum Handy kann jedoch negative Folgen für die Eltern-Kind-Interaktion haben. Wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) zeigt, kommt es dabei auf die Dauer der Nutzung an: Wenn Eltern zu lange am Handy sind, leidet ihre Feinfühligkeit. Doch wer das Smartphone ganz weglegt, verliert möglicherweise einen wichtigen Anti-Stressfaktor.

Eltern gehören zu den intensivsten Smartphone-Nutzenden, behaupten Marktforschungsunter-nehmen. Ob im Supermarkt, in der Bahn oder zu Hause – viele nehmen das Handy auch in Gegenwart ihrer Kinder zur Hand. Als ganz unproblematisch gilt der Konsum nicht. Seit langem warnen Expertinnen und Experten vor den Auswirkungen der eingeschränkten Aufmerksamkeit. „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen?“ fragten etwa im Jahr 2017 bundesweit Plakate provokativ und sollten damit Eltern zur Reflektion des eigenen Medienverhaltens animieren. Ob die Smartphone-Nutzung von Eltern allerdings tatsächlich mit reduzierter Aufmerksamkeit und Vernachlässigung einhergeht, war wissenschaftlich bisher kaum belegt. Die Ergebnisse einer Studie von Forscherinnen des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen und der Universität Hohenheim sprechen nun für diesen Zusammenhang.

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