Produkte für Bildung und Wissen
Menü

Produkte für Bildung und Wissen

Unterschätzt: Was uns schon der Schrei eines Säuglings über diverse Störungsbilder sagen kann

Immer wieder geschieht es, dass Kinder offensichtlich viele Jahre ein Entwicklungsproblem mit sich herumtragen, dieses aber offenbar schwer zu fassen ist. Die Diagnose, dass das betroffene Kind an einer angeborenen genetischen Abweichung leidet, folgt dann eventuell erst im Schulalter.

© Pixabay


Dies kann zu Entwicklungsstörungen bei den Kindern führen. Dazu gehören Fehlbildungen der Artikulationsorgane, frühkindliche neurologische Störungen oder Hörstörungen. Ein sich gerade in der Entwicklung befindliches Analyseverfahren könnte den Leidensweg der Betroffenen und ihrer Angehörigen abkürzen: Die Analyse des Säuglingsschreis.

Ein Forschungsprojekt der Hochschule Fresenius zum Säuglingsschrei hat vielversprechende Ergebnisse erzielt, die künftig eine frühzeitige Feststellung solcher Störungen ermöglichen könnte. „Mithilfe eines speziellen technischen Verfahrens ist es uns erstmals gelungen, nicht nur gesunde von pathologischen Schreien zu unterscheiden, sondern letztere auch einem bestimmten Störungsbild zuzuordnen“, sagt Prof. Dr. Tanja Fuhr, die gemeinsam mit Prof. Dr. Carla Wegener an dem Projekt geforscht hat. Beide sind an der Hochschule Fresenius in Idstein tätig. „Die Trefferquote lag dabei bei über 99 Prozent, ein wirklich herausragendes Ergebnis.“

Mehr: https://idw-online.de/de/news727499