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Studie zeigt auf, dass viele Schüler für Gemeinsinn wenig übrig haben: Wächst in Deutschland eine “Generation Rücksichtslos” heran?

Forscher haben in drei Großstädten nachgefragt. Die gute Nachicht: Eine große Mehrheit der Kinder und Jugendlichen zeigt sich empathisch und sozial. Die schlechte: Ein Fünftel der befragten Kinder und sogar ein Drittel der befragten Teenager zeigen Tendenzen, andere Gruppen und Schwächere abzuwerten. Für den Jugendforscher Hurrelmann zeigt sich darin die Spaltung der Gesellschaft schon unter jungen Menschen.

© Pixabay


Am Ende eines Schulhofstreits in Berlin fließt Blut: Ein achtjähriger Junge hat seinem gleichaltrigen Freund das Gesicht zerkratzt. Noch zwei Wochen später sagt er: «Tut mir überhaupt nicht leid.» Wird die nächste Generation rücksichtloser? Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben sich in Berlin, Köln und Leipzig bei rund 1000 Großstadtkids und ihren Eltern umgehört. Ein Fünftel der Kinder und ein Drittel der Teenager zeigt danach wenig Gemeinschaftssinn, vor allem die Jungs, heißt es in der Untersuchung, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Ist das neu?

Harte Sprüche und manchmal Prügel. «Der ganze Schulhof funktioniert so», seufzt ein Schülerhelfer in Berlin-Neukölln. Trotzdem hofft er, dass sein kratzender Schützling ein Extrembeispiel bleibt. Die beruhigende Nachricht lautet: Ja, das ist es. Denn nach der neuen Großstadt-Studie im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung tickt die große Mehrheit (70 bis 80 Prozent) der befragten 6- bis 11-jährigen Kinder und 12- bis 16-jährigen Jugendlichen sozial. Mädchen zeigten sich dabei allerdings durch die Bank doppelt so häufig empathisch und solidarisch wie Jungen.

Mehr: https://www.news4teachers.de/2019/06/studie-zeigt-auf-dass-viele-schueler-fuer-gemeinsinn-wenig-uebrig-haben-waechst-in-deutschland-eine-generation-ruecksichtslos-heran/