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Stalking: Anzahl an Betroffenen geht nicht zurück

Die Anzahl der von Stalking Betroffenen ist in den vergangenen 15 Jahren nicht zurückgegangen, obwohl gegen Stalker mittlerweile verschärft mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln vorgegangen wird. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer umfassenden Vergleichsstudie.

© Pixabay


Die 2018 erhobenen Daten aus einer Befragung von Mannheimer Bürgerinnen und Bürgern wurden mit Daten einer Studie aus dem Jahr 2003 verglichen. Nun liegen die Ergebnisse vor. 10,8 Prozent der Befragten im Jahr 2018 haben angegeben, von Stalking betroffen zu sein. 2003 waren es 11,6 Prozent – somit zeigt sich, dass der Anteil an Betroffenen von Stalking auch nach einem Zeitraum von 15 Jahren fast identisch geblieben ist. „Dies spricht einerseits für die Reliabilität der mit unserer Methode erhobenen Ergebnisse. Andererseits muss leider auch festgehalten werden, dass die Häufigkeit von Stalking im Zeitverlauf nicht signifikant abgenommen hat, obwohl gegen Stalker mittlerweile verschärft mit polizeilichen und strafrechtlichen Mitteln vorgegangen werden kann“, sagt Prof. Dr. Harald Dreßing, Leiter Forensische Psychiatrie am ZI. Dreßing hat die Vergleichsstudie zusammen mit Prof. Dr. Christine Kühner, Leiterin der Arbeitsgruppe Verlaufs- und Interventionsforschung, und Prof. Dr. Peter Gass, Oberarzt und Leiter der Arbeitsgruppe Psychiatrische Tiermodelle am ZI, im Auftrag der WEISSER RING Stiftung durchgeführt.

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