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Singen und Musizieren hilft Demenzkranken

Musik baut Brücken, auch zu demenzkranken Menschen. Viele, die kaum noch sprechen, können mehrstrophige Lieder mitsingen. Musik hören, gemeinsames Singen oder Spielen von Liedern und Tanzen eröffnen neue Wege der Kommunikation.

© Pixabay


Das Hören und besser noch das Singen oder Spielen von Liedern kann Verhaltensstörungen und Depressivität bei Demenzpatienten lindern. Den fortschreitenden Verlust der geistigen Fähigkeiten können sie aber nicht aufhalten, schreibt Professor Dr. Ralph Spintge, einer der Pioniere der Musiktherapie, in der Fachzeitschrift »Deutsche Medizinische Wochenschrift«. 

Musik hat viele positive Effekte, wenn sie medico-functional, also zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. So ist die Musiktherapie seit 2005 offizieller Bestandteil einer stationären multimodalen Schmerztherapie bei chronisch Schmerzkranken. In kontrollierten klinischen Studien wurden laut Spintge weitere günstige Auswirkungen auf den Organismus nachgewiesen. Dazu gehöre eine Senkung von Herzfrequenz und Blutdruck, Harmonisierung des Herzrhythmus, Beruhigung der Atmung sowie Absenkung der Plasmaspiegel von Stress- und anderen Hormonen. Musik wirke zudem Schlaf anstoßend, lindere Übelkeit und Schwindel und helfe, Schmerzen zu ertragen.

Mehr: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/singen-und-musizieren-hilft-demenzkranken/