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“Etikettierungsschwemme” bei der Inklusion: Warum es in Deutschland immer mehr Schüler mit der Diagnose „Förderbedarf“ gibt

Nach den offiziellen Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) schreitet die Inklusion zügig voran – jedenfalls steigt die sogenannte „Inklusionsquote“, die Zahl von Förderschülern an Regelschulen, stetig. Tatsächlich aber ist der vermeintliche Erfolg wohl eine Mogelpackung. Denn die Zahl der Förderschüler an Förderschulen sinkt nicht im gleichen Maß. Der Inklusionsforscher Hans Wocken spricht von einer „Etikettierungsschwemme“. Die GEW sieht dadurch die ohnehin viel zu schlecht finanzierte Inklusion bedroht.

© Pixabay


Die GEW Niedersachsen macht bei der Inklusion eine fatale Entwicklung aus. So sagt der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Holger Westphal: „Obwohl der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf an den Regelschulen zugenommen hat, ist ihr Anteil an den Förderschulen nicht im selben Maße gesunken. Da stellt sich die Frage: Wie kann es sein, dass es plötzlich insgesamt viel mehr Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf gibt?“ Tatsächlich betrifft die „Etikettierungsschwemme“, wie der emeritierte Professor für Lernbehinderten- und Inklusionspädagogik Hans Wocken das Phänomen nennt, etliche Bundesländer. Und das hat ihm zufolge Methode.

Mehr: https://www.news4teachers.de/2019/06/etikettierungsschwemme-bei-der-inklusion-warum-es-in-deutschland-immer-mehr-schueler-mit-der-diagnose-foerderbedarf-gibt/