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Drückt schon gefühlte Armut aufs Gemüt?

Hat eine Familie wenig Geld, ist das oft ein Nachteil für die Kinder. Nun zeigt eine Studie: Schon der Eindruck, sozial nicht so gut gestellt zu sein, könnte Auswirkungen haben.

© Pixabay


Ob Kinder in ärmlichen oder in reichen Verhältnisse aufwachsen, hat nicht nur einen großen Einfluss auf ihren späteren beruflichen und sozialen Werdegang, sondern auch auf ihre körperliche und psychische Gesundheit. Das haben in der Vergangenheit Studien aus der ganzen Welt gezeigt. Nun hat ein Team um Joshua Rivenbark von der Duke University in Durham Hinweise darauf entdeckt, dass sich sogar schon der gefühlte Sozialstatus auf das Wohlbefinden und die Entwicklung von Teenagern auswirken könnte.

Für ihre Untersuchung, welche sie nun im Fachmagazin »PNAS« veröffentlichten, analysierten die Wissenschaftler die Daten einer großen Zwillingsstudie, die mehr als 2200 Kinder aus England und Wales bis zur Volljährigkeit begleitete. Im Alter von 18 Jahren erhoben die Forscher dabei nicht nur die wirtschaftliche Situation in den Familien der Teilnehmer, sondern beispielsweise auch den IQ der Probanden, ihre seelische Verfassung, ihre Bildungserfolge und mögliche begangene Straftaten. Außerdem befragten sie die jungen Erwachsenen dazu, wie arm oder reich sie sich selbst fühlten. Dazu zeigten sie ihnen das Bild einer Leiter mit fünf Sprossen, die die Verhältnisse im Vereinigten Königreich symbolisieren sollten. Auf der obersten Sprosse stünden jene, die die besten Jobs hätten, das meiste Geld, die schönsten Häuser und die ihre Kinder auf die besten Schulen schicken würden. Auf der untersten befänden sich hingegen jene Personen, denen es an genug Geld zum Leben mangele. Wo sahen die Teilnehmer sich und ihre eigene Familie?

Mehr: https://www.spektrum.de/news/drueckt-schon-gefuehlte-armut-aufs-gemuet/1695750