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Die „integrative Kraft des Fußballs“ – nur ein Mythos?

Fußballvereine und -verbände werben gerne mit der integrativen Kraft ihres Sports. Aber stimmt das tatsächlich? Historiker von der Universität des Saarlands melden Zweifel an.

© Pixabay


Seit 2017 untersucht ein Team um die Zeithistoriker Dietmar Hüser und Ansbert Baumann in einem Forschungsprojekt ob Fußball in Deutschland und Frankreich der 1960er Jahre zur schnelleren Integration südeuropäischer Arbeitsmigranten geführt hat. Erste Zwischenergebnisse legen nahe, dass die ausländischen Spieler in dieser Zeit nicht besser integriert wurden, weil sie Fußball spielten – zumindest nicht direkt durch den Sport.

Integration ist kein Selbstläufer. Einem Großteil der Bevölkerung in Deutschland dürfte klar sein, dass die erfolgreiche Integration von Migranten harte Arbeit ist, die von beiden Seiten geleistet werden muss. Als Mittel heutiger Integrationsbemühungen steht auch der Sport, darunter vor allem der Fußball, im Rampenlicht. Der Deutsche Fußballbund zum Beispiel wirbt gerne mit der integrativen Kraft des „Nationalsports“ der Deutschen, indem er in Werbespots auf die vielen Nationalitäten verweist, in denen deutsche Nationalspieler ihre Wurzeln haben.

Mehr: https://www.news4teachers.de/2019/09/die-integrative-kraft-des-fussballs-nur-ein-mythos/