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Das Moralverständnis von Kindern näher erforschen

„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren“, behauptete die berühmte Reformpädagogin Maria Montessori einmal. Doch wie verhalten sich Kinder, wenn man ihnen klare Anweisungen gibt und wie beeinflusst dies deren Moralvorstellungen?

© Pixabay


Dieser Frage geht Prof. Dr. Susanne Hardecker, Professorin für Methodenlehre in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften an der SRH Hochschule für Gesundheit, auf den Grund. Im Journal of Experimental Child Psychology veröffentlicht sie nun eine Studie mit dem Titel „Adult instruction limits children's flexibility in moral decision-making“, die sich thematisch mit der moralischen Entwicklung von Kindern beschäftigt.

Zu diesem Zweck wurden 48 Paare aus jeweils zwei 5-jährigen Kindern bei einem gemeinsamen Spiel beobachtet, in dem sie gemeinsam durch Kooperation versuchen mussten, Bauklötze zu erspielen. Diese Bauklötze konnten sie später individuell gegen Überraschungen eintauschen, wobei ein Kind umso mehr Überraschungen erhielt, je mehr Bausteine es hatte. Die Paare wurden einer von drei Bedingungen zugeteilt: (a) entweder erhielten sie die Anweisung durch einen Erwachsenen die Bausteine, die sie durch das Spiel erzielt hatten, gleich aufzuteilen, oder (b) durften selbst Regeln bilden wie die Bausteine aufgeteilt werden oder (c) erhielten keinerlei Form der Instruktion. In allen Bedingungen teilten die Kinder die Bausteine jedoch immer gleich auf, es unterschied sich also lediglich der Weg, wie sie zur Gleichaufteilung kamen. 

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