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Alzheimer: Unterschiede zwischen Afroamerikanern und weißen Menschen entdeckt

Afroamerikaner könnten doppelt so häufig wie weiße Menschen an Alzheimer erkranken. Ursachen dafür sind nicht bekannt, da in Studien bisher fast ausschließlich weiße Teilnehmer untersucht wurden.

© Pixabay


Nun haben US-Forscher der Washington University School of Medicine in St. Louis in einer Studie in JAMA Neurology Unterschiede zwischen Afroamerikanern und Weißen auf Ebene eines wichtigen Alzheimer-Biomarkers festgestellt – dem Tau-Protein (2019; doi: 10.1001/jamaneurol.2018.4249).

Für ihre Studie analysierten der Neurologe John Morris und seine Kollegen Daten von 1.215 Personen, darunter 173 (14 %) Afroamerikaner. Ein Drittel der Teilnehmer wies entweder eine sehr milde oder leichte Alzheimer-Demenz auf. Die Analyse der MRI- und PET-Scans ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen Afroamerikanern und Weißen. Deutliche Unterschiede zeigten erst die Proben der Rückenmarksflüssigkeit: Afroamerikaner hatten durchschnittlich niedrigere Tau-Werte (mittlere Gesamtkonzentration an Tau: 293.65 [+/-34.61] versus 443.28 [+/-18.20] pg/ml; phosphoryliertes Tau181: 53,18 [+/-4,91] versus 70,73 [+/-2,46] pg/ml; P < 0,001).

Mehr: www.aerzteblatt.de/nachrichten/100185/Alzheimer-Unterschiede-zwischen-Afroamerikanern-und-weissen-Menschen-entdeckt